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Gefördert durch:

bmvbs Dinslaken Städtebau

L.O.S.-Projekte

L.O.S. steht für „Lokales Kapital für soziale Zwecke“.

Hände

Bis Ende 2007 wurde eine Förderung von Mikroprojekten in den Fördergebieten aus der Bund-Länder-Vereinbarung „Die Soziale Stadt“ bzw. seiner komplementären Programmplattform „Entwicklung und Chancen junger Menschen in sozialen Brennpunkten (E & C)“, möglich. „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Mit L.O.S. sollen soziale und beschäftigungswirksame Potenziale vor Ort aktiviert werden, die durch zentrale Programme wie die Regelförderung des Europäischen Sozialfonds nicht erreicht werden. Mit Mikroprojekten von bis zu 10.000 EUR werden lokale Initiativen angeregt und unterstützt. Die Mittel müssen nicht kofinanziert werden. Es standen rund 87 Mio. EUR für den Programmzeitraum zur Verfügung. Die bundesweite Steuerung wurde der Regiestelle L.O.S. übertragen.

Übersicht über ausgelaufene Projekte:

Patenschaften Jugendlicher für ältere Bürger in Dinslaken- Lohberg: Das Projekt richtet sich an jugendliche Schülerinnen und Schüler mit der Intention, deren Interesse an Pflegeberufen und am Engagement für ältere, hilfsbedürftige Menschen im Stadtteil zu wecken, zu unterstützen und ggf. beruflich zu fördern. Die alltäglichen Bedürfnisse der älteren Menschen bestimmen dabei den Inhalt der Arbeit. Das Projekt soll zum einen die Sozialkompetenz der Jugendlichen stärken, darüber hinaus soll aber auch die Möglichkeit geboten werden, Kontakte zu potentiellen Ausbildungsbetrieben zu knüpfen. Das Projekt endet im Juni 2007, die Teilnehmer erhalten nach Abschluss ein Zertifikat.

Patenschaften erfolgreicher Migrantinnen für arbeitsuchende Frauen mit Migrationshintergrund: Die Schwierigkeiten von Migrantinnen, geeignete Arbeitsplätze zu finden und die Anforderungen der Vereinbarkeit von Beschäftigung und Familie zu gewährleisten, sind vielfältig und häufig ohne Unterstützung nicht mehr zu bewältigen. Die Lebens- und Berufserfahrung von Frauen, die erfolgreich einer Beschäftigung nachgehen und möglicherweise der Zielgruppe bekannt sind, kann hierbei als Ressource genutzt werden. Im Rahmen des Projektes wurden Migrantinnen gesucht, die sich und ihren beruflichen Werdegang in einer lockeren Runde vorstellten. Ziel dabei war es, Frauen dazu zu ermutigen, über eine eigene Beschäftigung nachzudenken. Das Projekt endete im Juni 2007.

Ausbildungsinitiative Lohberg:

Seit November 2005 hat das Büro für Lokale Ökonomie eine Ausbildungsinitiative gestartet, die insbesondere Migrantenbetriebe angesprochen hat, welche noch nicht ausgebildet haben. In mühevoller Arbeit und trotz vieler bürokratischer Hürden konnten insgesamt fünf Ausbildungsplätze in Betrieben im Stadtteil eingerichtet werden. Seit Juni 2006 ist das Projekt abgeschlossen.

Frauenpower

: In diesem Projekt, das vor allem an Migrantinnen aus Lohberg und alleinerziehende Mütter aus dem Blumenviertel gerichtet war, wurden die Frauen in regelmäßig stattfindenden Info- Veranstaltungen über arbeitsmarktrelevante Themen informiert. Die Frauen erhielten darüber hinaus praktische individuelle Unterstützung bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen. Zwei Multiplikatorinnen aus Lohberg leiteten das Projekt, das seit Juni 2006 abgeschlossen ist.

Lohberger Jugendliche drehen die „Dokumentation Lohberg 2010“

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Das Forum Lohberg und der Deutsche Kinderschutzbund Ortsverband Dinslaken-Voerde drehten gemeinsam mit Jugendlichen aus Lohberg einen Spielfilm über Lohberg. Neun Lohberger Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse des Gustav – Heinemann Schulzentrums nahmen an einem medienpädagogischen Projekt mit dem Namen „Dokumentation Lohberg 2010“ teil. Im Rahmen dieses Projektes lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Welt des Filmdrehs kennen. Auch lernten sie dabei unterschiedliche Berufsprofile im Medienbereich kennen, um auch das Interesse an außergewöhnlichen Ausbildungsberufen zu wecken.
Während der Umsetzungsphase sprachen die Jugendlichen Themen die ihnen „auf den Nägeln brennen“ an und bestimmten die Handlung, dabei wurde besonders ihr Leben und der Alltag in ihrem Stadtteil im Mittelpunkt gestellt. Ziel war und ist es Jugendlichen, verschiedene Medienkompetenzen zu vermitteln und damit ihre Chancen eine Ausbildung zu bekommen, zu erhöhen.

Ausbildungsaquise in Migrantenbetrieben in Dinslaken Lohberg:

In den letzten Jahren rücken die Potenziale von Migrantenunternehmen für die Ausbildung gerade auch von Jugendlichen mit Migrationshintergrund stärker in den Blickpunkt. Die Ausbildungsrate in Unternehmen von Migranten/Innen in Lohberg sind allerdings bislang sehr niedrig. Als Gründe für diesen Sachverhalt können fehlende formale Berechtigungen und Vorraussetzungen sowie mangelde fachliche Kompetenzen genannt werden. Aber auch andere Einflussfaktoren wie Zeit, Mangel an geeigneten Räumlichkeiten oder die Bezahlung der Gehälter sind Hemmnisse bei der Ausbildung. Häufig herrschen auch Informationsdefizite, so dass keine Kenntnisse über die Möglichkeit, Auszubildene zu beschäftigen, vorliegen. Im Rahmen einer persönlichen Beratungsleistung und Vermittlungstätigkeiten wurden die Migrantenunternehmen umfassend über die mentalen und bürokratischen Hürden der Ausbildungsplatzeinrichtungen informiert, beraten und begleitet. Somit hat das Forum Lohberg e.V. sich umfassend mit den Betrieben und möglichen Auszubildenen beschäftigt und die Verbesserung der Ausbildungssituation in Migrantenbetrieben angestrebt. Ziel war es die Schaffung neuer Ausbildungsplätze in Migrantenbetrieben als auch die nachhaltige und transparente Verankerung des Themas Ausbildung in der Zuwanderercommunity in Lohberg.